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Was
passiert mit dem Schmutzwasser?
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Hast Du Dir auch schon mal die Frage gestellt, wo das viele
Wasser eigentlich bleibt, wenn Du den Stöpsel aus der Badewanne
ziehst? Oder die Toilettenspülung drückst?
Das Wasser ist dann weg, raus aus dem Badezimmer. Es läuft durch
dicke Abflussrohre, fließt weiter durch noch dickere Rohre unter
der Erde entlang man nennt dies Kanalisationssystem
und mündet in der Kläranlage.
In so einer Kläranlage wird gebrauchtes Wasser aufgefangen und
wieder sauber gemacht. Das nennt man Aufbereitung. Unser Wasser
ist nämlich sehr kostbar, auch wenn es schmutzig ist.
Mit einem Pumpwerk wird das schmutzige Wasser zunächst in die
Kläranlage gepumpt. Dort wird es zuerst im "mechanischen Teil"
von grobem Schmutz befreit. Dieser Abschnitt funktioniert wie
ein großer Kamm, der Dinge herausfischt, die dort nicht hinein
gehören, wie beispielsweise Coladosen und Papiertüten.
Das Wasser fließt nun ohne grobe Teile weiter über den Sandfang
ab. In diesem Prozess lagern sich schwere Teilchen wie Sand
am Boden ab.
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Ganz
schön lebendig
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Die nächste Stufe heißt "Belebungsbecken". In diesem Becken
passiert etwas Erstaunliches: eine Art Bakterien, frißt den
Schmutz und die Schadstoffe im Wasser auf. So sorgen sie dafür,
dass unser Wasser sauberer wird. Wir vom EVB sagen dazu "biologische
Reinigungsmethode", weil das Wasser so natürlich sauber wird.
Und damit die Bakterien im Schmutzwasser leben können, wird
Luft in das Becken geblasen.
Im nächsten Becken fließt das Wasser nicht mehr, es steht still.
Dadurch sinken die Bakterien auf den Boden und bilden eine Schlammschicht.
Weil sich das Wasser hier vom Schlamm trennt und der Schlamm
sich am Boden absetzt, heißt dieses Becken auch Absetzbecken.
Der Schlamm wird in einem großen Becken gesammelt und ruht dort
etwa zwei Monate. Durch das Lagern wird aus dem Schlamm eine
festere Masse, die Bauern gut zum Düngen ihrer Felder gebrauchen
können.
Nach diesem Becken gelangt das Wasser in ein Nachklärbecken.
Nun ist es sauber genug, um über Rohrleitungen in die Wismarbucht
fließen zu dürfen.
Nun weiß Du, was mit dem Wasser passiert, wenn es bei Dir zu
Hause im Abfluss verschwindet und wie es zurück ins Meer kommt.
Bist Du neugierig geworden? Wir zeigen Dir und Deiner Schulklasse
gern, wie so eine Kläranlage aus der Nähe aussieht. Kommt uns
doch mal besuchen! Tschüß, liebe Kinder.
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Wie kann ich Wasser
sparen ?
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Wusstest Du schon, dass ein Bundesbürger täglich ca. 140 Liter
Wasser verbraucht?
- Ein Bad in der Wanne verbraucht ca. 150 Liter Wasser,
- eine 5-Minuten-Dusche etwa 50 Liter.
- Eine Dusche spart also 100 Liter Trinkwasser!
- Dieser Effekt wird um so größer, je wassersparender Armaturen
sind.
- Der Einbau von Sparduschköpfen, Durchlaufbegrenzern und
Duschunterbrechern zahlt sich bar aus.
- Unnötig laufende Wasserhähne müssen nicht sein!
- Beim Zähneputzen, Rasieren und sogar beim Hände waschen
kann das Wasser abgestellt werden.
- Auch das Putzen und Spülen unter fließendem Wasser ist
Verschwendung!
- Tropfende Wasserhähne, lecke Toilettenspülungen - da hilft
oft schon ein neuer Dichtungsring für eine Reparatur.
- Welche Wasserverschwendung auch hier dahinter steckt,
lässt sich leicht ausrechnen:
- Ein tropfender Wasserhahn verliert in der Stunde 0,7 Liter
Wasser.
- Im Jahr werden daraus ca. 41 volle Badewannen!
- Die Wasserspartaste an der Toilettenspülung kann ca. 3-4
Liter
pro Spülgang zurückhalten. Auch bei älteren Modellen lässt
sich die Sparvorrichtung nachrüsten.
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