¬  Der Weg der Wassertropfen
¬  Wie vermeide ich Müll?
¬  Wasser sparen - Schmutzwasser

Heiße Spur !!!

Was passiert mit dem Schmutzwasser?

Hast Du Dir auch schon mal die Frage gestellt, wo das viele Wasser eigentlich bleibt, wenn Du den Stöpsel aus der Badewanne ziehst? Oder die Toilettenspülung drückst?

Das Wasser ist dann weg, raus aus dem Badezimmer. Es läuft durch dicke Abflussrohre, fließt weiter durch noch dickere Rohre unter der Erde entlang — man nennt dies Kanalisationssystem — und mündet in der Kläranlage.

In so einer Kläranlage wird gebrauchtes Wasser aufgefangen und wieder sauber gemacht. Das nennt man Aufbereitung. Unser Wasser ist nämlich sehr kostbar, auch wenn es schmutzig ist.

Mit einem Pumpwerk wird das schmutzige Wasser zunächst in die Kläranlage gepumpt. Dort wird es zuerst im "mechanischen Teil" von grobem Schmutz befreit. Dieser Abschnitt funktioniert wie ein großer Kamm, der Dinge herausfischt, die dort nicht hinein gehören, wie beispielsweise Coladosen und Papiertüten.

Das Wasser fließt nun ohne grobe Teile weiter über den Sandfang ab. In diesem Prozess lagern sich schwere Teilchen wie Sand am Boden ab.

Ganz schön lebendig

Die nächste Stufe heißt "Belebungsbecken". In diesem Becken passiert etwas Erstaunliches: eine Art Bakterien, frißt den Schmutz und die Schadstoffe im Wasser auf. So sorgen sie dafür, dass unser Wasser sauberer wird. Wir vom EVB sagen dazu "biologische Reinigungsmethode", weil das Wasser so natürlich sauber wird. Und damit die Bakterien im Schmutzwasser leben können, wird Luft in das Becken geblasen.

Im nächsten Becken fließt das Wasser nicht mehr, es steht still. Dadurch sinken die Bakterien auf den Boden und bilden eine Schlammschicht. Weil sich das Wasser hier vom Schlamm trennt und der Schlamm sich am Boden absetzt, heißt dieses Becken auch Absetzbecken. Der Schlamm wird in einem großen Becken gesammelt und ruht dort etwa zwei Monate. Durch das Lagern wird aus dem Schlamm eine festere Masse, die Bauern gut zum Düngen ihrer Felder gebrauchen können.

Nach diesem Becken gelangt das Wasser in ein Nachklärbecken. Nun ist es sauber genug, um über Rohrleitungen in die Wismarbucht fließen zu dürfen.

Nun weiß Du, was mit dem Wasser passiert, wenn es bei Dir zu Hause im Abfluss verschwindet und wie es zurück ins Meer kommt.

Bist Du neugierig geworden? Wir zeigen Dir und Deiner Schulklasse gern, wie so eine Kläranlage aus der Nähe aussieht. Kommt uns doch mal besuchen! Tschüß, liebe Kinder.

Wie kann ich Wasser sparen ?

Wusstest Du schon, dass ein Bundesbürger täglich ca. 140 Liter Wasser verbraucht?
  • Ein Bad in der Wanne verbraucht ca. 150 Liter Wasser,
  • eine 5-Minuten-Dusche etwa 50 Liter.
  • Eine Dusche spart also 100 Liter Trinkwasser!
  • Dieser Effekt wird um so größer, je wassersparender Armaturen sind.
  • Der Einbau von Sparduschköpfen, Durchlaufbegrenzern und Duschunterbrechern zahlt sich bar aus.
  • Unnötig laufende Wasserhähne müssen nicht sein!
  • Beim Zähneputzen, Rasieren und sogar beim Hände waschen kann das Wasser abgestellt werden.
  • Auch das Putzen und Spülen unter fließendem Wasser ist Verschwendung!
  • Tropfende Wasserhähne, lecke Toilettenspülungen - da hilft oft schon ein neuer Dichtungsring für eine Reparatur.
  • Welche Wasserverschwendung auch hier dahinter steckt, lässt sich leicht ausrechnen:
  • Ein tropfender Wasserhahn verliert in der Stunde 0,7 Liter Wasser.
  • Im Jahr werden daraus ca. 41 volle Badewannen!
  • Die Wasserspartaste an der Toilettenspülung kann ca. 3-4 Liter
    pro Spülgang zurückhalten. Auch bei älteren Modellen lässt sich die Sparvorrichtung nachrüsten.

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