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Heiße Spur !!!

Hier geht's um Müll.

Wisst Ihr eigentlich, woraus Müll so alles bestehen kann? Klar sagt man schnell mal dahin: "Ach, das ist doch Müll" und meint damit etwas Unbrauchbares. So ähnlich ist es auch bei Gegenständen, die man nicht mehr benötigt.

Aber in einigen Fällen können andere "unseren Müll" noch ganz gut gebrauchen.

Das kann beispielsweise bei Kleidern oder Sperrmüll so sein. Dein schöner Pulli ist Dir zu klein geworden? Dabei ist er aber noch einwandfrei. Er kann einem kleineren Kind noch eine Freude machen. Wenn du also Dinge hast, die Dir einfach nicht mehr gefallen oder passen, frage zuerst Deine Freunde, ob sie sie nicht noch gebrauchen könnten. So vermeidest Du Müll. Aber dazu später mehr. Jetzt erzähle ich Euch erst einmal vom Müll.

Jeder trägt jeden Tag dazu bei, Müll zu verursachen.

Wenn Du zum Beispiel einen Joghurt isst, bleibt der leere Becher mit dem Deckel übrig und wird in den Müll geworfen. Oder wenn Du Appetit auf eine Banane hast, bleibt die Schale als Rest über. Was übrig bleibt, ist Abfall und wird weggeworfen, weil es niemand mehr braucht. Aber kann wirklich niemand mehr unseren Abfall gebrauchen? Werft mal mit mir einen genauen Blick in den Abfalleimer. Was wir da sehen, ist z. B. Müll, der direkt aus der Natur kommt: Obst- und Gemüsereste oder verwelkte Blumen.

Was aus der Natur kommt, soll auch wieder zurück zur Natur.

Darum gebt Eure Bananenschale auf den Komposthaufen in Eurem Garten oder in die Biotonne. Diese können Deine Eltern beim EVB bestellen und die Bananenschale kommt dann auf den großen Komposthaufen des Abfallwirtschaftshofes Müggenburg. Was passiert dort mit dem Biomüll? All die Obst- und Gemüsereste, Garten und Strauchabfälle können in der Kompostierungsanlage verrotten und werden zu Komposterde. Diese Erde kannst Du kaufen und damit Blumen einpflanzen.

Und unser Joghurtbecher, ...

... der kommt nicht aus der Natur, der ist aus der Fabrik, wie viele andere Behälter aus Glas, Pappe oder Metall auch. Behälter aus Folien, Verbundmaterial und Metall schützen Joghurt, Würstchen oder andere Lebensmittel bei ihrem Transport und der Lagerung vor Hitze, Kälte und Druck, denn von der Fabrik ins Supermarktregal ist es ein langer, harter Weg. Man nennt diese Behälter Verpackungen, die auch dazu dienen, unsere Lebensmittel in gleich große Einheiten zu teilen. Deshalb sind Verpackungen so sinnvoll.

Wohin nun aber ...

... mit den Kartons, Dosen, Gläsern, Schachteln, Folien und Tüten, wenn sie leer sind und wir sie nicht mehr brauchen? Wenn Du sie in die richtigen Behälter wirfst, werden die Verpackungen recycelt, das heißt, es entstehen neue Verpackungen und Produkte daraus.

Verpackungen aus Papier und Pappe ...

... kommen in den Papiercontainer (blauer IGLU) oder die blaue Tonne. Zeitungen, Kataloge, Prospekte und Schulhefte kannst Du auch in diese Behälter werfen. Aus all dem Papier wird dann neues Papier hergestellt.

Das Glas ...

... wirfst Du nach Farben getrennt in die Glascontainer. Wenn Du eine Flasche hast, die nicht weiß, grün oder braun ist, dann kannst Du sie in den Container für Grünglas werfen.

Bitte wirf kein buntes Gals in den Container mit Weißglas!!! Denn aus dem ganzen Glas werden neue Flaschen und Gläser hergestellt und das Weißglas würde sonst verfärbt.

Die Verpackungen ...

... aus Metall, Kunststoff und sonstige Materialien gehören in den gelben Sack, die gelbe Tonne oder den gelben IGLU. Dieses Material wird nochmals sortiert und auch daraus entstehen neue Produkte.

Was jetzt noch im Abfalleimer übrig bleibt, ist Restmüll.

Der Restmüll wird, wie anderer Abfall in Mülltonnen auch, von den "Müllmännern" des EVB mit Müllautos abgeholt. Da aus dem Restmüll keine neuen Sachen hergestellt werden und man ihn auch nicht einfach weg zaubern kann, muss er irgendwo hin, wo er keinem schadet. Man nennt das auch "deponieren". Der Ort, wo das passiert, wird Deponie genannt. Der Restmüll aus Wismar muss bis nach Schönberg transportiert werden. Daher wird er vor dem Transport auf dem Abfallwirtschaftshof Müggenburg in große Container umgeladen.

Müll vermeiden

Um denn Müll aus Wismar dorthin zu fahren, müssen jeden Tag 4-5 Lkws mit zwei großen Containern an Bord eingesetzt werden. Das ist ganz schön viel! Der Müll entsteht ja nicht nur in Wismar. Damit der "Müllberg" nicht immer mehr Platz wegnimmt, ist es wichtig, den Abfall gut zu sortieren. Noch besser ist es aber Müll von vorne herein zu vermeiden.

Beim Einkaufen fängt es an.

Ihr könnt schon beim Einkauf auf Abfallvermeidung achten. Im Supermarkt entscheidet Ihr als Kunde, ob Ihr auf überflüssige Verpackungen verzichtet. Zum Beispiel bei der Cornflakes-Verpackung: Cornflakes sind in einer stabilen Tüte verpackt, die den Karton überflüssig macht. Also laßt den Karton gleich im Supermarkt.

Bei Getränken kann man auch Müll vermeiden, denn die meisten Getränke gibt es in Pfandflaschen. Die leeren Flaschen müsst Ihr zum Händler zurück bringen, dann bekommt Ihr das Pfandgeld wieder und die Flaschen gehen auf die Reise zurück zur Fabrik. Dort werden sie gewaschen, dann mit neuen Getränken gefüllt und wieder zum Händler transportiert.

Und wie kommen Eure Einkäufe nach Hause? Nein, nicht in der Plastiktüte. Besser ist es, wenn Ihr Stoffbeutel oder einen Korb zum Einlaufen mitnehmt.

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