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| Hier
geht's um Müll. |
Wisst Ihr eigentlich, woraus Müll so alles bestehen kann? Klar
sagt man schnell mal dahin: "Ach, das ist doch Müll" und meint
damit etwas Unbrauchbares. So ähnlich ist es auch bei Gegenständen,
die man nicht mehr benötigt.
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| Aber
in einigen Fällen können andere "unseren Müll" noch ganz gut
gebrauchen. |
Das kann beispielsweise bei Kleidern oder Sperrmüll so sein.
Dein schöner Pulli ist Dir zu klein geworden? Dabei ist er aber
noch einwandfrei. Er kann einem kleineren Kind noch eine Freude
machen. Wenn du also Dinge hast, die Dir einfach nicht mehr
gefallen oder passen, frage zuerst Deine Freunde, ob sie sie
nicht noch gebrauchen könnten. So vermeidest Du Müll. Aber dazu
später mehr. Jetzt erzähle ich Euch erst einmal vom Müll.
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| Jeder
trägt jeden Tag dazu bei, Müll zu verursachen. |
Wenn Du zum Beispiel einen Joghurt isst, bleibt der leere Becher
mit dem Deckel übrig und wird in den Müll geworfen. Oder wenn
Du Appetit auf eine Banane hast, bleibt die Schale als Rest
über. Was übrig bleibt, ist Abfall und wird weggeworfen, weil
es niemand mehr braucht. Aber kann wirklich niemand mehr unseren
Abfall gebrauchen? Werft mal mit mir einen genauen Blick in
den Abfalleimer. Was wir da sehen, ist z. B. Müll, der direkt
aus der Natur kommt: Obst- und Gemüsereste oder verwelkte Blumen.
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| Was
aus der Natur kommt, soll auch wieder zurück zur Natur. |
Darum gebt Eure Bananenschale auf den Komposthaufen in Eurem
Garten oder in die Biotonne. Diese können Deine Eltern beim
EVB bestellen und die Bananenschale kommt dann auf den großen
Komposthaufen des Abfallwirtschaftshofes Müggenburg. Was passiert
dort mit dem Biomüll? All die Obst- und Gemüsereste, Garten
und Strauchabfälle können in der Kompostierungsanlage verrotten
und werden zu Komposterde. Diese Erde kannst Du kaufen und damit
Blumen einpflanzen.
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| Und
unser Joghurtbecher, ... |
... der kommt nicht aus der Natur, der ist aus der Fabrik, wie
viele andere Behälter aus Glas, Pappe oder Metall auch. Behälter
aus Folien, Verbundmaterial und Metall schützen Joghurt, Würstchen
oder andere Lebensmittel bei ihrem Transport und der Lagerung
vor Hitze, Kälte und Druck, denn von der Fabrik ins Supermarktregal
ist es ein langer, harter Weg. Man nennt diese Behälter Verpackungen,
die auch dazu dienen, unsere Lebensmittel in gleich große Einheiten
zu teilen. Deshalb sind Verpackungen so sinnvoll.
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| Wohin
nun aber ... |
... mit den Kartons, Dosen, Gläsern, Schachteln, Folien und
Tüten, wenn sie leer sind und wir sie nicht mehr brauchen? Wenn
Du sie in die richtigen Behälter wirfst, werden die Verpackungen
recycelt, das heißt, es entstehen neue Verpackungen und Produkte
daraus.
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| Verpackungen
aus Papier und Pappe ... |
... kommen in den Papiercontainer (blauer IGLU) oder die blaue
Tonne. Zeitungen, Kataloge, Prospekte und Schulhefte kannst
Du auch in diese Behälter werfen. Aus all dem Papier wird dann
neues Papier hergestellt.
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| Das
Glas ... |
... wirfst Du nach Farben getrennt in die Glascontainer. Wenn
Du eine Flasche hast, die nicht weiß, grün oder braun ist, dann
kannst Du sie in den Container für Grünglas werfen.
Bitte wirf kein buntes Gals in den Container mit Weißglas!!!
Denn aus dem ganzen Glas werden neue Flaschen und Gläser hergestellt
und das Weißglas würde sonst verfärbt.
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| Die
Verpackungen ... |
... aus Metall, Kunststoff und sonstige Materialien gehören
in den gelben Sack, die gelbe Tonne oder den gelben IGLU. Dieses
Material wird nochmals sortiert und auch daraus entstehen neue
Produkte.
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| Was
jetzt noch im Abfalleimer übrig bleibt, ist Restmüll. |
Der Restmüll wird, wie anderer Abfall in Mülltonnen auch, von
den "Müllmännern" des EVB mit Müllautos abgeholt. Da aus dem
Restmüll keine neuen Sachen hergestellt werden und man ihn auch
nicht einfach weg zaubern kann, muss er irgendwo hin, wo er
keinem schadet. Man nennt das auch "deponieren". Der Ort, wo
das passiert, wird Deponie genannt. Der Restmüll aus Wismar
muss bis nach Schönberg transportiert werden. Daher wird er
vor dem Transport auf dem Abfallwirtschaftshof Müggenburg in
große Container umgeladen.
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| Müll
vermeiden |
Um denn Müll aus Wismar dorthin zu fahren, müssen jeden Tag
4-5 Lkws mit zwei großen Containern an Bord eingesetzt werden.
Das ist ganz schön viel! Der Müll entsteht ja nicht nur in Wismar.
Damit der "Müllberg" nicht immer mehr Platz wegnimmt, ist es
wichtig, den Abfall gut zu sortieren. Noch besser ist es aber
Müll von vorne herein zu vermeiden.
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| Beim
Einkaufen fängt es an. |
Ihr könnt schon beim Einkauf auf Abfallvermeidung achten. Im
Supermarkt entscheidet Ihr als Kunde, ob Ihr auf überflüssige
Verpackungen verzichtet. Zum Beispiel bei der Cornflakes-Verpackung:
Cornflakes sind in einer stabilen Tüte verpackt, die den Karton
überflüssig macht. Also laßt den Karton gleich im Supermarkt.
Bei Getränken kann man auch Müll vermeiden, denn die meisten
Getränke gibt es in Pfandflaschen. Die leeren Flaschen müsst
Ihr zum Händler zurück bringen, dann bekommt Ihr das Pfandgeld
wieder und die Flaschen gehen auf die Reise zurück zur Fabrik.
Dort werden sie gewaschen, dann mit neuen Getränken gefüllt
und wieder zum Händler transportiert.
Und wie kommen Eure Einkäufe nach Hause? Nein, nicht in der
Plastiktüte. Besser ist es, wenn Ihr Stoffbeutel oder einen
Korb zum Einlaufen mitnehmt.
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