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Zur EVB-Betriebsgeschichte |
Der Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb der Hansestadt Wismar,
bestehend aus den Bereichen Stadtentsorgung, Stadtentwässerung
und Stadtverkehr - wurde am 09. September 1994 als kommunales
Dienstleistungsunternehmen mit rund 180 Beschäftigten gegründet.
Aufgrund der Vielseitigkeit der Aufgaben und Leistungen für
die Bürger Wismars ist der Eigenbetrieb aus dem Leben der
Stadt heute nicht mehr wegzudenken.
Der Betriebshof in der Werftstraße 1 wird seit November
2002 um- und ausgebaut, um ihn den heutigen Erfordernissen anzupassen.
Er befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen St. Jacobshofes.
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Firmengelände des EVB |
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| Zur
Geschichte der Wismarer Stadtentsorgung |
Schon im Jahre 1348 gab es in Wismar eine Verordnung, nach der
die Bürger alle Sonnabende vor ihrer Haustür zu reinigen
hatten. Der zusammengekehrte Unrat wurde von umherfahrenden
Karren hinter die Stadtmauer geschafft.
Die Entsorgung häuslicher Abfälle erfolgte jahrhundertelang
in der Weise, dass die Bürger ihren Müll einfach auf
die Straße warfen. Dort blieb er, damals noch fast ausschließlich
organischer Natur, liegen und verrottete bei Wind und Wetter.
Nach schweren Pestepidemien wurden vom Rat der Stadt Gassenreinigungsordnungen
erlassen. Die regelmäßige Straßenreinigung
und Müllabfuhr mit sogenannten Schot'schen Karren avancierte
sozur öffentlichen Aufgabe der städtischen Daseinsvorsorge.
Nach 1945 gab es in Wismar zunächst keine organisierte
Abfallbeseitigung; die letzte noch erhaltene Straßenkehrmaschine
war während des Krieges unbrauchbar geworden.
1951 wurde beim Rat der Stadt ein kommunalwirtschaftlicher Dienstleistungsbetrieb
gegründet, um Straßenreinigung und Müllabfuhr
zu gewährleisten. Die erste Straßenkehrmaschine nahm
am 03. März 1952 wieder ihre Arbeit auf.
Seit 1957 wurden zwei selbständige volkseigene Stadtbetriebe
gegründet - der VEB Stadtreinigung Wismar und der VEB Gartenbau
und Bestattungswesen. Am 01. Januar 1965 wurden diese zum VEB
(K) Stadtwirtschaft Wismar.
Seit dem 09. September 1994 ist die Stadtentsorgung ein wichtiger
Betriebsteil des EVB.
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| Zur
Geschichte der Wismarer Stadtentwässerung |
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Jahrhundertelang wurde anfallendes Abwasser aus Wismarer
Haushalten und Gewerbebetrieben oberirdisch in Rinnsteinen
abgeführt und ungeklärt in die Ostsee geleitet.
Im Zusammenhang mit der Straßenpflasterung wurde Wismar
ab Mitte 1860 kanalisiert. Mittels Rohren aus Ton wurde Schmutz-
und Regenwasser in die nächstgelegenen Wasserläufe
bzw. ins Hafenbecken geleitet.
Neue Stadtteile wurden ab 1912 im Trennsystem entwässert,
kurze Zeit später begann die Planung für die erste
Wismarer Kläranlage, welche jedoch erst 1934 an der Koggenoor
gebaut wurde.
1955 wurde am Standort Wismar-Wendorf eine neue mechanisch-biologische
Kläranlage in Betrieb genommen. Auf der Grundlage einer
zentralen Verordnung zur Verbesserung der Organisation in
der Wasserwirtschaft wurden 1952 Trinkwasserversorgung und
Abwasserbeseitigung zusammengeführt, es entstand der
VEB (K) Wasserwirtschaft Wismar.
Von 1964 bis 1990 war das Unternehmen dann ein Betriebsbereich
des VEB Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rostock (WAB)
mit zeitweise ca. 150 Beschäftigten.
Im Zuge der Rückführung von Trinkwasserversorgung
und Abwasserbeseitigung in die Verantwortung der Kommune erfolgte
die Anlagenübergabe vom Nachfolgeunternehmen Nordwasser
GmbH (1990 - 1992) durch Teilbetriebsüberlassung an das
Tiefbauamt der Hansestadt Wismar.
Am 09. September 1994 wurde die Stadtentwässerung (Kläranlage,
Kanalnetz, Pumpwerke) Teil des neu gegründeten EVB.
In den Jahren 1996 bis 2002 wurde am alten Standort in Wismar-Wendorf
eine neue zentrale Kläranlage errichtet.
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| Zur
Geschichte des Wismarer Stadtverkehrs |
Den öffentlichen Personennahverkehr gibt es in Wismar seit
etwa 200 Jahren. Die Sänfte, ein einfacher Tragsessel,
war Anfang des 19. Jahrhunderts Wismars erstes innerstädtisches
Beförderungsmittel. Dieses war nur für kurze Wegstrecken
geeignet, größere Entfernungen wurden damals fast
ausschließlich mit Postkutschen oder Pferdedroschken (seit
1850) zurückgelegt.
Um 1920 war in Wismar Schluss mit Postkutschen und Pferdeomnibussen.
Autotaxis und zwei Kraftomnibusse mit je 25 Sitzplätzen
übernahmen fortan den innerstädtischen Personenverkehr.
Am 15. September 1927 richtete der Versicherungskaufmann Richard
Eckner (1892 - 1959) einen regelmäßig verkehrenden
Buslinienbetrieb ein. Der als Privatunternehmen geführte
Wismarer Stadtomnibusbetrieb Eckner bestand rund 15 Jahre und
wurde im Mai 1943 an die Stadt übergeben.
In den letzten Kriegsjahren kam der ÖPNV völlig zum
Erliegen. Mit zunächst nur einem Omnibus, der stündlich
zwischen den Ortsteilen Wendorf und Dargetzow verkehrte, wurde
der öffentliche Personennahverkehr am 15. Februar 1950
wieder aufgenommen.
Aus den Vorgängerunternehmen VEB Kraftverkehr Wismar und
Ostseetrans AG Rostock, NL Wismar, wurde am 01. Dezember 1991
der städtische Eigenbetrieb "Stadtverkehr Hansestadt
Wismar" mit zunächst 60 Mitarbeitern gegründet.
Seit dem 09. September 1994 ist der Stadtverkehr ein Betriebsteil
des EVB.
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